
20. März 2026
Warum verlernen Probleme zu Lösen im Sport zum Scheitern führt
Wir lösen jeden Tag Probleme. Warum sollten wir diese entscheidende Fähigkeit verlernen, wenn wir Kampfsport-Skills aufbauen? Dieser Artikel zeigt, warum Drillen ohne Kontext oft keinen Transfer erzeugt und wie Problemlösen mit Gegenwehr echtes Lernen fördert.
Wir lösen jeden Tag Probleme. Warum sollten wir diese entscheidende Fähigkeit verlernen, wenn wir Kampfsport-Skills erwerben?
Wahrscheinlich hast du es selbst schon erlebt: Im Training kopierst du einfach, was dein Coach vormacht und dir sagt. Dann kommt der Moment, das anzuwenden, was du gedrillt hast, typischerweise ohne Widerstand, und plötzlich fällt alles auseinander. Weil du Exchanges trotzdem "gewinnen" willst, greifst du wieder auf die paar zuverlässigen Moves zurück.
Mit anderen Worten: Die 30 Minuten, die du mit Drillen verbracht hast, hatten keinen Transfer, und du hast nicht nur wertvolle Trainingszeit verloren, sondern dich auch von unabhängigem und kritischem Denken verabschiedet.
Würdest du im Alltag auch versuchen, eine carbon copy deines Chefs, deiner Lehrkraft oder deiner Eltern zu werden?
Warum ist unser Bedürfnis, Individualität zu erforschen, im BJJ so selten präsent?
Was, wenn es einen anderen Weg zu trainieren gibt, der deinen individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten tatsächlich gerecht wird?
Statt standardisierte Techniken zu drillen, die kaum jemandem wirklich passen, lernst du, im Kontext und mit Gegenwehr deine eigenen Lösungen zu entwickeln, Lösungen, die zu deinen physischen, mentalen und emotionalen Fähigkeiten passen.
Ecologycal Dynamics and Ecological Psychology
Durch traumasensibles Coaching sind wir auf Forschungsfelder gestoßen, die erforschen, wie wir lernen, uns zu bewegen, und wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen und in ihr handeln.
Aus traumasensiblen Praktiken wussten wir bereits, dass optimales Heilen und Lernen dann stattfindet, wenn das parasympathische Nervensystem aktiviert ist, also wenn der Körper in einen Ruhe- und Regenerationsmodus kommt.
Damit unsere Teammitglieder in diesen Zustand kommen, müssen drei Dinge gegeben sein:
- Risiken müssen niedrig sein
- Fehler und Verlieren müssen als etwas Positives ge-reframed werden, um Lernen zu vertiefen
- und das entscheidende Element, die Challenge muss Spaß machen
Aufgabenbasierte Spiele erfüllen diese drei Kriterien. Weil es ein Spiel ist, sind die Risiken niedrig. Das hilft sowohl Kindern als auch Erwachsenen, ruhig und kreativ zu bleiben. Fehler und Verlieren sind ausdrücklich willkommen, weil du gerade dabei bist herauszufinden, was funktioniert und was nicht, während du die Ziele verfolgst, die dein Coach gesetzt hat. Und zuletzt entsteht die Fähigkeit, die Herausforderung des Problemlösens wirklich zu genießen. Je härter das Problem, desto größer der Spaß.
Die Bedeutung von problemlösendem Denken
Auf der Matte wie im Alltag werden dein Coach, dein Boss oder deine Eltern nicht immer da sein, um dir zu sagen, was du tun und wie du es tun sollst. Es wird immer Momente geben, in denen du auf dich allein gestellt bist. Momente, in denen du es herausfinden musst.
Zu wissen, dass du Dinge selbst herausfinden KANNST, ist entscheidend. Nicht nur, weil es bedeutet, dass du an deine Fähigkeiten glaubst und sicher bist, einen Weg zu finden, sondern WEIL du es im Training so oft geübt hast, dass du jede Menge EVIDENZ dafür hast.
Diese mentale und emotionale Härte ist nichts, womit du geboren wirst. Sie ist etwas, das du dir in sicheren und zugleich herausfordernden Trainingsumgebungen aneignest.
Denk daran: Die besten Coaches sind die, die nach einer Weile nicht mehr gebraucht werden.
Neugierig, wie wir Problemlösen in jeder Stunde trainieren? Buche jetzt dein kostenloses Probetraining und lass es uns gemeinsam herausfinden!